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Kunst am Bau Projekt „Parallel" in der Ignaz-Harrer-Straße

06.07.17  

Die gswb hat im Zuge der Erneuerung der Strubersiedlung in der Landeshauptstadt Salzburg entlang der Ignaz-Harrer-Straße ein Gebäude mit 111 Wohnungen errichtet.

Die feierliche Übergabe des Wohngebäudes, welches den ersten Neubauabschnitt des Siedlungserneuerungsprojektes bildete, fand im Herbst 2015 statt. Die gswb hat die Salzburger Künstlerin Gertrud Fischbacher mit der künstlerischen Gestaltung der Sockelzone des Gebäudes beauftragt. Die Vorstellung dieses nun fertiggestellten Projektes, das die Bezeichnung „Parallel" trägt, fand am Mittwoch, 5. Juli 2017, statt.

 

 

Im Bild v.l.n.r.: Dr. Roman Höllbacher (Künstlerischer Leiter Initiative Architektur),
Dir. Dr. Christian Wintersteller, Dir. Dr. Bernhard Kopf, Gertrud Fischbacher.

 

 

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Gertrud Fischbacher: „Parallel" Künstlerische Gestaltung Ignaz Harrer Strasse 17B-27

 

Intendiert ist die Konstruktion einer „Umwelt", eine sich durch Licht-  und Wettersituationen verändernde, transparente, atmosphärische Raumsituation.

Ein Stück „Natur" (im Sinne einer Biosphäre) für den Bewohner, Passanten, Passagier, Fußgänger, Autofahrer...

„Parallel" wird über Bewegung erfahrbar gemacht und ist einem steten Wandel unterzogen, nicht nur durch wechselnde Licht-  und Wettersituationen, sondern auch in der Art und Weise wie wir die künstlerische Intervention sehen, wahrnehmen.

Die Natur im Zeitalter ihrer allgegenwärtigen Verbildlichung, ihrer medialen Präsenz wird in einer purifizierenden Sicht auf Grundsätzliches hinterfragt: Natur ist Licht, Zeit, Raum, Struktur und die Auseinandersetzung mit Realität bzw. dem äußeren (An-)Schein der Dinge.

Die Präsenz der Natur in meinen Arbeiten ist eine rein mediale, gezielt künstliche. Es ist sowohl eine Transformation von einem Platz zu einem anderen und die Konservierung einer Jahreszeit, irgendeines Ortes - lebendig gemacht in einer anderen, bzw. Anderswo.

 

In meiner künstlerischen Praxis ist die Natur als Bild das Ergebnis einer interpretativen Recherche.

Themenkomplexe realisiere und inszeniere ich fotografisch (seriell), zeitbasiert als Video und als mediale Rauminstallation.

Natur- und Landschaftsdarstellungen suggerieren Zeitlosigkeit, im Kontrast zu den verwendeten Medien, bei denen Zeit die entscheidende Rolle spielt.

Es geht mir um die Idealvorstellung und Konstruktion von Landschaft und einer Annäherung über das Strukturhafte, Immanente, nicht um die dokumentarische Sicht und Verortung (vergleiche: Hyperrealität bei Jean Baudrillard). (Text: Gertrud Fischbacher)

 

 

Rückfragehinweis:

Gertrud Fischbacher, 0650/7207878, www.gertrudfischbacher.com


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Arch. Karin Triendl: „Blockrand Neu"

 

‘'Wohnbau wird stark von einem strengen Regelwerk geprägt. Um Architektur zu schaffen muss man die fundamentalen architektonischen Qualitäten wie Raum, Struktur und Form wieder zum Vorschein bringen.'' 

Ein für Bewohner und Eigentümer nicht adaptierbares Gebäude entlang der stark befahrenen
Ignaz-Harrerstrasse in Salzburg war Gegenstand eines geladenen Wettbewerbs und sollte dem Stand der Technik entsprechend neu errichtet werden.  Der Entwurf übernimmt die ehemals L- förmige Blockrandbebauung und schafft durch eine intelligente Neuinterpretation eines städtebaulichen Systems hochwertige Wohnungen mit privaten Außenräumen.  

Die Dualität von Objekt und Blockrand wird durch die individuelle Gebäudeform unterstützt. Präzise gesetzte Knicke strukturieren den langen Gebäuderiegel und ermöglichen der nord-südorientierten Bebauung Ausblicke nach Osten und Westen. Straßenseitig bildet die durchlaufende Erschließungshalle ein kommunikatives Zentrum der Wohnhausanlage als Übergang zwischen öffentlich und halböffentlich. Zur Halle hin offen gestaltete Allgemeinräume gewährleisten die notwendige Durchlässigkeit der Erdgeschosszone. Breite Durchgänge sorgen für eine allseitige Durchwegung und die Einbindung in das bestehende Stadtgefüge.  

Die Fassade zeigt sich straßenseitig betont geschlossen und agiert als Fortsetzung der verputzten Gebäudefronten entlang der Ignaz-Harrerstrasse.  Im Hofinneren schafft eine helle, großformatige Rasterfassade Raumöffnungen mit hoher Aufenthaltsqualität. . Durch die tiefen Terrassen entsteht für jede Wohnung ein sehr intimer Außenbereich mit individueller Bespielung. Die Auswirkung der Faltung auf die Grundrisse ist in jeder Wohnung spürbar und erzeugt eine große Vielfalt an Raumtiefen und Blickbeziehungen. (Text: K. Triendl)

 

Ort: Ignaz Harrer Strasse 17B-27, Roseggerstrasse 6-12, 5020 Salzburg
Auftraggeber: GSWB Salzburg
Zeitraum: 2012 - 2015
Nutzfläche: 9.126 m²

 

Wettbewerb 1. Preis, geladener Wettbewerb
ARGE Krischanitz ZT GmbH / Triendl und Fessler ZT OG

Team: DI Jakob Poppinger (PL), DI Bernadette Luger, Hartmut Lissak (PL), Jana Raudnitzky, Lana Sanders, Miriam Brandstetter, Katharina Rabanser
Landschaftsarchitektur: Lindle+Bukor

Statik: DI Berger Peter (Salzburg)

Bauphysik: Zivilingenieur Arge Bauphysik - Haustechnik-Umweltschutz (Salzburg)

Photo: Ditz Fejer

 

 

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