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Größter Pufferspeicher im Land Salzburg angeliefert

25.05.11  

Der Einsatz von Solarenergie ist mittlerweile zum Stand der Technik im gemeinnützigen Wohnbau geworden.

Mit mehr als 10.300 Quadratmetern Kollektorfläche ist die Gemeinnützige Salzburger Wohnbaugesellschaft (gswb) der größte Betreiber von Solaranlagen im Bundesland Salzburg.

Auf dem ehemaligen Stadtwerke Areal errichten gswb und Heimat Österreich rund 300 Wohnungen, einen Kindergarten für die Stadt Salzburg, ein Studentenheim sowie Geschäftslokale. Für diese neue Anlage, die Ende 2011 fertiggestellt und übergeben wird, wurde mit der Salzburg AG als Partner ein innovatives Energiekonzept entwickelt, das es in dieser Form und Dimension noch nicht gegeben hat.

  • 2.150 Quadratmeter Solar-Kollektorfläche im Vollausbau,
  • Solar-Wärmepumpe,
  • Photovoltaikanlage mit 250 Quadratmeter Fläche,
  • Energymonitoring,
  • Smart Metering

- das sind die großen Innovationen in der neuen Anlage von gswb und Heimat Österreich auf dem ehemaligen Stadtwerkegelände.

Mit der Anlieferung des Pufferspeichers für die Solaranlage am 25. Mai 2011 wird der erste sichtbare energietechnische Meilenstein gesetzt.

„Mit 200.000 Litern Kapazität ist der heute aus Deutschland mit Spezialfahrzeugen angelieferte Pufferspeicher der Größte, der bisher im Land Salzburg errichtet wurde", stellt
der Technische Geschäftsführer der gswb, Dir. Dr. Bernhard Kopf fest.

Der Kaufmännische Geschäftsführer der gswb, Dir. Dr. Christian Wintersteller beschreibt den effektiven Nutzen innovativer Energiesysteme so:

„Durch den konsequenten Einsatz erneuerbarer Energieformen sorgen wir nicht nur für signifikant niedrigere Kosten für Raumheizung und Warmwasseraufbereitung von denen jeder einzelne Bewohner profitiert, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Kyoto-Ziele, zu denen sich das Land Salzburg bekennt."

„Anlagen dieser Dimension hat es im Wohnbau im Land Salzburg noch nicht gegeben. Sie stehen einerseits für die hohe Innovationskraft der gemeinnützigen Bauträger Salzburgs und sind andererseits auch nur durch entsprechende Wohnbauförderungsmittel realisierbar. Die Zusatzförderung von der EU über das Concerto-Programm ist ein weiterer wichtiger Beitrag",
bekräftigt Direktor Karl Huber von der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft Heimat Österreich.

Dr. Arno Gasteiger, Vorstand der Salzburg AG über das Energiekonzept für das Stadtwerk Lehen:

„Das Stadtwerke-Areal diente früher bereits der Gasversorgung der Salzburger Bevölkerung und war damit zentraler Bestandteil der Energieversorgung. Später entstand durch die Fusion von SAFE und den Stadtwerken die Möglichkeit, auf dem ehemaligen Betriebsgelände einen neuen Stadtteil entstehen zu lassen. Mit dem zukunftsweisenden Energiekonzept für das Stadtwerk Lehen setzen wir ein  Zeichen in der nachhaltigen Energieversorgung im kommunalen Wohnbau."

 

Größte Solaranlage Salzburgs

Das Energiekonzept für das neue Stadtwerk Lehen nutzt und kombiniert verschiedene neue Technologien im Bereich Energiegewinnung und -speicherung. So entsteht auf den Dächern des Stadtwerks Lehen mit einer Kollektorfläche von 2.150 Quadratmeter die größte zusammenhängende thermische Solaranlage Salzburgs. Zentraler Bestandteil des Energiekonzeptes ist ein Stahltank als Pufferspeicher, der bis 200.000 Liter Warmwasser speichert und die BewohnerInnen mit Wärme aus der Kraft der Sonne versorgt. Er dient zur Speicherung des über Sonnenkollektoren erzeugten Warmwassers.

Der Pufferspeicher steht auf einer im Durchmesser von 7 Meter verstärkten Bodenplatte miteiner Dicke von 60 cm und einem darauf errichteten Sockel mit einem Durchmesser von5,40 m und einer Dicke von 57 cm.

 

Grunddaten:

Fassungsvermögen: 200.000 Liter

Gewicht: 240 t (gefüllt)

Gewicht: 35 t (leer)

Betriebsüberdruck max.: 5 bar

Betriebstemperatur max.: 100°C

 

Die Kollektoren liefern an heißen Tagen Wärme von maximal 95°C. Zur Erhaltung der Temperaturschichtung im Speicher kann die Solaranlage in zwei Höhen einspeisen. Reicht an kalten Tagen die Solarwärme nicht aus, so wird mit einer Wärmepumpe der Wirkungsgrad der Solaranlage erhöht und bei Bedarf mit umweltfreundlicher Fernwärme nachgeheizt.

 

Mikronetz (Wärmeverteilung)

In der Tiefgarage, die alle Bauteile verbindet, wird ein Mikro-Wärmeverteilnetz errichtet. Abgehend vom Pufferspeicher wird die Energie über dieses Verteilnetz zu den einzelnen Bauteilen bzw. Verbrauchern geleitet. Der Energieverbrauch wird in jedem Bauteil extra gemessen. Das Mikronetz versorgt nicht nur den Wohnbauteil, sondern auch die gewerblich genutzten Flächen mit Energie. Im Wohnbauteil hat das Mikronetz eine Trassenlänge von ca. 700 Meter.

 

Photovoltaik

Auf den Dächern der Wohnhäuser von gswb und Heimat Österreich wird eine Photovoltaikanlage errichtet. Die gewonnene elektrische Energie wird für die Sicherheitseinrichtungen wie z.B. Brandmelde- und Sicherheitsbeleuchtungsanlagen sowie für die Beleuchtung der Tiefgarage verwendet.

 

Energymonitoring

Das Energiekonzept ist Teil eines EU-Projekts, in dem auch ein Anlagenmonitoring vorgesehen ist. Nach Fertigstellung und Inbetriebnahme aller Anlagen werden sämtliche Anlagen messtechnisch erfasst und über ein Jahr aufgezeichnet. Diese Überwachung dient zur Optimierung und Verbesserung der installierten Anlage sowie zur Ermittlung von Basisdaten für eine Normierung im Europäischen Raum. Auf dem Pufferspeicher werden alle energierelevanten Anzeigen wie z.B. der thermische und elektrische Solarertrag in Form von LED-Anzeigen visualisiert. Die Anlagendaten sowie Anlagenbilder werden in Echtzeit über Internet der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

 

Smart Metering

Die gswb setzt gemeinsam mit der Salzburg AG erstmals ein so genanntes Home Energy Monitoring System ein. Die Bewohner von rund 60 „Testwohnungen" erhalten über einen Zeitraum von etwa 16 Monaten Zugang zu einem eigens für diese Wohnanlage entwickelten Home Energy Monitoring System.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Gezielte Information über den persönlichen Energieverbrauch
  • Laufende Kostenkontrolle
  • Erkennen von Einsparmöglichkeiten
  • Individuelle Beratung und Verbrauchsanalyse nach dem ersten Jahr.

 

Das Monitoring System bietet den Bewohnern u.a. eine Vergleichsmöglichkeit zu ihrer bisherigen Wohnung, es liefert Informationen zu Vorgabeüberschreitungen und Benchmarking innerhalb der Wohnsiedlung. Gleichzeitig werden Energiespartipps gegeben.

 

V.l.: Salzburg AG Vorstands-Dir. Dr. Arno Gasteiger, Dir. Karl Huber (Heimat Österreich), Dir. Dr.  Christian Wintersteller und Dir. Dr. Bernhard Kopf (gswb).

 

Fotos werden von Franz Neumayr (0664/3080900)

zum kostenlosen Abdruck zur Verfügung gestellt!

 

Rückfragehinweis:

gswb, Gemeinnützige Salzburger Wohnbaugesellschaft, Pressestelle, Dr. Alexander Tempelmayr, Ignaz-Harrer-Straße 84, 5020 Salzburg, Telefon: 0664/3511 793; alexander.tempelmayr@gswb.at;  www.gswb.at

 

 

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