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gswb-Pressekonferenz am 28.6.2010

29.06.10  

Die Gemeinnützige Salzburger Wohnbaugesellschaft (gswb) investierte im vergangenen Jahr rund 52 Millionen Euro in Neubauprojekte. Damit lag das Neubauvolumen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf gleich hohem Niveau wie 2008.

Große Bauvorhaben, die fertig gestellt werden konnten, waren in der Stadt Salzburg zum Beispiel die 104 Wohnungen umfassende Wohnanlage am Engelbert-Weiß-Weg, der „Sonnenpark Aigen", der erste Bauabschnitt des „Paradiesgartens" und die „klima:aktiv"-Wohnanlage in der Aribonenstraße. Auch in den Bezirken wurden zahlreiche neue Wohnanlagen fertig gestellt. So etwa eine über 50 Wohnungen große Anlage in Straßwalchen, das „erste Schwarzacher Hochhaus" und der zweite Bauabschnitt eines neuen Siedlungskonzepts in der Stadt Bischofshofen. Das größte kommunale Bauprojekt war das Landesberufsschülerheim St. Johann.

„Mit insgesamt 473 Miet- und Eigentumswohnungen sowie 658 Tiefgaragen- und Abstellplätze - zusammen 1.131 fertig gestellten Verwaltungseinheiten - wurde 2009 erneut ein Rekordniveau erreicht," freut sich der kaufmännische Geschäftsführer der gswb, Direktor Dr. Christian Wintersteller und ergänzt: „Mit rund 34.800 Verwaltungseinheiten ist die gswb der größte gemeinnützige Hausverwalter im Bundesland Salzburg."

Vorschau 2010: Neubauvolumen konstant

Die Geschäftsführung der gswb rechnet auch im heurigen Jahr mit einem konstant hohen Bauvolumen. „Für 2010 sind Neubauleistungen in der Höhe von rund 54 Millionen Euro prognostiziert. Derzeit befinden sich 1.356 Einheiten in Bau, wovon ein Großteil im Laufe dieses Jahres fertig gestellt und übergeben wird", erklärt der Technische Geschäftsführer der gswb, Direktor Arch. DI Leonhard Santner.

Bereits im Frühjahr 2010 erfolgte die Übergabe des letzten Bauabschnittes der gswb-Wohnanlage „Paradiesgarten" in der Landeshauptstadt Salzburg sowie der ersten beiden Häuser einer 57 Wohnungen umfassenden Anlage in Obertrum. Weiters stellt die gswb heuer Wohnanlagen im Stadtteil Liefering in der Stadt Salzburg sowie in Hallein, Altenmarkt, Bürmoos und Taxenbach fertig. In St. Veit wird Ende 2010 ein Projekt mit betreubaren Wohnungen übergeben.

Aktuell in Planung sind Schülerheime in Tamsweg und Saalfelden.

 

Sanierung und Großinstandsetzung

Die Sanierung und Instandsetzung von Wohnanlagen nimmt bei der gswb einen wichtigen Stellenwert ein. Dabei geht es sowohl um die Substanzerhaltung der Häuser, aber auch um eine Anhebung der Wohnqualität der Bewohner.

„Im Bereich Sanierung und Großinstandsetzung von Wohnanlagen hat die gswb im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 insgesamt 19 Millionen Euro abgewickelt. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2008 bedeutet das eine Steigerung in der Höhe von rund 3,7 Millionen Euro. Hinzu kommen noch rund fünf Millionen Euro, die für die laufende Instandhaltung aufgewendet wurden", so Santner.

Mit Abstand größtes Sanierungsprojekt war das nach einem Brand zerstörte Schloss Arenberg in der Stadt Salzburg. Die Sanierungsarbeiten wurden erst im Frühjahr 2010 abgeschlossen.

Eigenmittel für Sanierungsprojekte

Die Finanzierung von Sanierungen wird mit den Erhal­tungs- und Verbesserungsbeiträgen der jeweiligen Hausgemeinschaften, mit Rücklagen, Mitteln der Salz­burger Wohnbauförderung und Bankdarlehen sichergestellt. Stehen in einer Mietwohnanlage dringende Sanierungsmaßnahmen an und ist in der Rücklage nicht ausreichend Geld vorhanden, setzt die gswb Eigenmittel ein. „Der Eigenmitteleinsatz für Mietobjekte ist auch 2009 weiter gestiegen und beträgt mehr als 28 Millionen Euro. Gegenüber dem Jahr 2008 beträgt die Steigerung fast zwölf Prozent", erläutert Wintersteller.

 

Arbeitsplatzsicherung

Laut einer Berechnung des Österreichischen  Wirtschaftsforschungsinstituts werden mit einem Investitionsvolumen von 100 Millionen Euro im Bereich Neubau etwa 1.000 Arbeitsplätze gesichert. Im Bereich Sanierung und Instandsetzung sind es 1.700 Arbeitsstellen. Demnach hat die gswb mit ihrer Investitionstätigkeit im Vorjahr rund 850 Arbeitsplätze in diesem Land gesichert.

Die gswb in Zahlen

Bilanzsumme 2009:  rd. 745 Millionen Euro

Umsatz:                  rd. 91 Millionen Euro

Stammkapital:         rd. 3 Millionen Euro

Eigenmittelquote:     rd. 31 %

Bauvolumen:           rd. 71 Millionen Euro

Verwaltete Einheiten: rd. 34.800

Personalstand:        88 Angestellte, 137 Hausbesorger

bzw. Anlagenbetreuer, weiters 105 Hausbesorger für Eigentümergemeinschaften und betreute Objekte

 

 
 


Dr. Bernhard Kopf wird neuer Technischer Geschäftsführer der gswb

In der gswb steht ein Führungswechsel bevor. Der Technische Geschäftsführer, Direktor Arch. DI Leonhard Santner hat mitgeteilt, dass er mit 1. Dezember 2010 in Pension gehen wird. „Für die Eigentümer und den Aufsichtsrat war es eine große Herausforderung, einen Nachfolger zu finden, der die Arbeit auf diesem hohen Niveau weiter fortführt und weiterentwickelt", sagt gswb-Aufsichtsratsvorsitzender Siegfried Pichler. 

„Die Verdienste von Direktor Santner werden wir zum gegebenen Zeitpunkt noch entsprechend würdigen", so der stellvertretende gswb-Aufsichts­rats­vorsitzende, RA Dr. Lukas Wolff und ergänzt: „Jedenfalls wurden unter Leonhard Santner als Geschäftsführer im technischen Bereich Meilensteine in der Architektur und in der Energieeffizienz gesetzt. Das Bauvolumen ist stark gestiegen und wurde verdoppelt. Die Latte liegt für seinen Nachfolger hoch."

 

Bernhard Kopf bringt alle Erfahrungen und Voraussetzungen mit!

Der Nachfolger von Leonhard Santner heißt Dr. Bernhard Kopf. Im kaufmännischen Bereich wird sich nichts ändern. Direktor Dr. Christian Wintersteller bleibt Geschäftsführer.

„Bernhard Kopf bringt alle Voraussetzungen mit, die Eigentümer und Aufsichtsrat von einem Geschäftsführer in diesem Bereich erwarten", freut sich Aufsichtsratsvorsitzender Pichler, den neuen technischen Geschäftsführer und Direktor in der gswb der Öffentlichkeit vorzustellen.

Kopf kann auf 20 Jahre Erfahrung im Bauwesen, insbesondere in der Wohnwirtschaft, verweisen: „Seine positive Einstellung zur gemeinnützigen Wohnungswirtschaft, deren oberste Priorität die Schaffung von leistbarem Wohnraum ist, steht außer Zweifel. Bernhard Kopf hat auch den nötigen Ehrgeiz und die notwendigen hohen Selbstansprüche, um die gswb weiterzuentwickeln. Er ist der richtige Mann, davon sind wir und bin ich persönlich überzeugt", so Pichler.   

 

Leistbares Wohnen ist ein Grundrecht!

„Wohnen und vor allem leistbares Wohnen ist nicht nur ein Grundbedürfnis der Menschen, sondern auch ein Grundrecht", so der Aufsichtsratsvorsitzende und AK-Präsident.

Gesundheit, Essen und Trinken, eine Arbeit sowie ein Dach über den Kopf, anstelle von Obdachlosigkeit und Entwurzelung: „Es ist eine verantwortungsvolle, wichtige und schöne Aufgabe, in dem Bereich mitwirken und gestalten zu dürfen", so Pichler, der auch die Bedeutung und die Bemühungen des Landes im Bereich der Wohnbauförderung hervorhebt: „Das Land Salzburg unter der Ressortverantwortung von Walter Blachfellner ist hier ein starker Partner und Initiator für die Gemeinnützigen Wohnbauvereinigungen."

 

gswb als Leitunternehmen

„Mit rund 34.800 Verwaltungseinheiten - davon sind rund 22.000 Wohnungen sowie einer jährlichen Bauleistung von mehr als 70 Millionen Euro für Neubau und Sanierungen ist die gswb das Leitunternehmen in der Salzburger
Wohnungslandschaft", so Pichler, der folgende Hauptziele der größten Salzburger gemeinnützigen Wohnbau­vereinigung nennt:

  • Linderung der Wohnungsnot: Verstärkte Bemühungen im Zentralraum, verstärkter Wohnbau in der Stadt, einschließlich des sogenannten Speckgürtels.
  • Stärkung der regionalen Wirtschaft: Verstärkte Beauftragung von regionalen Unternehmen, Förderung von heimischer Beschäftigung
  • Steigerung Kundenzufriedenheit: Qualitätssteigerung und Weiterentwicklung des Bereichs Hausverwaltung und - betreuung. Oberste
    Maxime: Kundenorientierung!

 

„Wir werden in diesem Sinne und zum Wohl unserer Kunden alle Anstrengungen unternehmen, denn: Stillstand ist Rückschritt", sagt Pichler, der auch an die Stadt und die verantwortlichen Gemeinden im Zentralraum appelliert, „die vorhandenen Grundstücksreserven für den Wohnungsmarkt freizumachen".

gswb erneut ausgezeichnet

Die gswb ist führend wenn es um die Planung und Umsetzung innovativer Energiekonzepte geht. Salzburgs größte Gemeinnützige wurde auch 2009 im Rahmen der Energiegala für eine besonders innovative Energie-Maßnahme mit dem Energy Globe in der Kategorie „Feuer" ausgezeichnet: Mit der „Energieampel" werden die Bewohner der neuen gswb-Wohnanlage am Engelbert-Weiss-Weg in der Landeshauptstadt Salzburg tagesaktuell über den Energieverbrauch ihres Wohnhauses informiert. Über die Ampelfarben rot und grün wird anschaulich dokumentiert, ob der Verbrauch des Hauses in der Norm liegt bzw. über- oder unterschritten wird. Weiters wird dargestellt, wie viel Energie von den hauseigenen Sonnenkollektoren ins zentrale Energiesystem der Wohnanlage eingespeist wird und wie groß der Anteil der Fernwärme aktuell ist. Die „Ampel" wird bei den Hauseingängen auf großen Monitoren angezeigt, gleichzeitig haben alle Bewohner die Möglichkeit, diese Information auf einem der Fernsehkanäle der Wohnanlage auf ihrem TV-Gerät zu empfangen. In dieses Energie-Kommunikationskonzept eingebunden sind auch LED-Leuchtbänder unter den Parkbänken der Außenanlage des Hauses. Über die Farben rot und grün wird schon von weitem sichtbar der aktuelle Energiehaushalt der Wohnanlage sichtbar gemacht.

 

Nominierung zum Klimaschutzpreis

Aus nicht weniger als 426 Einsendungen (!) wurde das Projekt "Energieampel" gemeinsam mit drei weiteren Projekten auch für den Klimaschutzpreis in der Kategorie "Ideen und Innovation" nominiert und hat an der Endauswahl teilgenommen.

 

Die Energiepreise der gswb

In der Vergangenheit wurde die gswb wiederholt mit Energie-Preisen
ausgezeichnet.

  • 2001 Österreichischer Solarpreis (Eurosolar Austria)
  • 2002 Landesenergiepreis (Sonderkategorie)
  • 2002 Energy Globe - Bundeslandsieger
  • 2003 Die schönste Solaranlage Österreichs - Nominierung (Architekturstiftung Österreich)
  • 2004 Landesenergiepreis (Kategorie Sanierung)
  • 2005 Landesenergiepreis (Kategorie Nicht-Wohngebäude)
  • 2005 Landesenergiepreis (Kategorie Sanierung)
  • 2005 Landesenergiepreis (Sonderpreis an Helmut Meisl, Leiter der Abteilung Haustechnik der gswb)
  • 2007 Energy Globe (Kategorie Wohnbau/Franz-Ofner-Strasse)
  • 2007 Energy Globe (Kategorie Sanierung/Plainstrasse)
  • 2008 Nominierung Österreichischer Klimaschutzpreis
  • 2009 Energy Globe (Kategorie Feuer/Wohnanlage Engelbert-Weiss-Weg)
  • 2009 Nominierung Österreichischer Klimaschutzpreis

gswb ist klima:aktiv-Partner

Die gswb hat im Jahr 2007 die klima:aktiv-Partnerschaftsvereinbarung mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft unterzeichnet. Der klima:aktiv Gebäudestandard ist ein Qualitätsnachweis für Häuser und Passivhäuser und garantiert energie-effizientes, ökologisches und behagliches Wohnen. Neben der Energieeffizienz werden auch die Aspekte Planungs- und Ausführungsqualität, Baustoffe und Konstruktion sowie Komfort und Raumluftqualität bewertet.

 

Das Stadtwerke-Areal - Salzburgs größte Baustelle

Auf dem ehemaligen Stadtwerke Areal in Salzburg entstehen rund 300 Wohnungen. Davon errichtet die gswb mehr als 200 Wohnungen, weiters einen
städtischen Kindergarten mit fünf Gruppen, einen Kinderhort sowie eine Tiefgarage und Geschäftslokale.

Besonders erfreulich ist auch die Förderung des Gesamtprojekts durch die EU mit insgesamt rund 2,6 Millionen Euro. Das EU-Förderprogramm „Concerto II - Green solar cities" sieht die Unterstützung innovativer Energiesysteme vor, die im Zuge von repräsentativen Bauvorhaben umgesetzt werden. Mit insgesamt rund 1.650 Quadratmetern Kollektorfläche - davon entfallen über 900 Quadratmeter auf die gswb - wird die größte Solaranlage im Bundesland Salzburg entstehen und kostenlose Sonnenenergie in einen rund 200.000 Liter großen Pufferspeicher einspeisen. Das Primärenergiesystem der neuen Wohnanlage, die im Niedrigstenergiehausstandard errichtet wird, basiert auf Fernwärme, welche in Salzburg ebenfalls aus erneuerbarer Energie, wie zum Beispiel Industrieabwärme, gespeist wird.

 

Bildtext v.l.n.r.: Dir. Arch. DI Leonhard Santner, Dr. Bernhard Kopf, Aufsichtsratsvors. AK-Präs. Siegfried Pichler, Aufsichtsratsvors.-Stv. RA Dr. Lukas Wolff, Dir. Dr. Christian Wintersteller.

 

 Rückfragehinweis:

gswb, Gemeinnützige Salzburger Wohnbaugesellschaft, Pressestelle, Dr. Alexander Tempelmayr, Ignaz-Harrer-Straße 84, 5020 Salzburg, Telefon: 0664/3511 793; alexander.tempelmayr@gswb.at;  www.gswb.at

 

 

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